Eigude Pranger Part XXIV

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An dieser Stelle möchte ich einmal ganz speziell meiner Frau danken, die immer wieder viele tolle Fotos macht, ohne die dieser Blog in seiner Art niemals möglich wäre.

Wer die Wahl hat, hat die Qual!!!

Ich wohne in Frankfurt am Main in der Nähe der Riedhof- Grundschule.

Die R√§umlichkeiten besuche ich seit 2008 regelm√§√üig bei Landtags- Kommunal- Bundestagswahlen…(siehe √§lteren Beitrag).

 

Man hatte dort am rechten Schuleingang seit Jahren eine mobile “Selbstgezimmerte Holzrampe” hingelegt, die f√ľr mein Empfinden die vorgeschriebenen 6¬į leicht √ľbersteigt und 2 Treppenstufen √ľberbr√ľckte.

Ich bitte seit Jahren die Wahlhelfer, diesen Mangel an die entsprechenden Stellen weiterzugeben.
Mir ist bekannt, dass eine Rollifahrerin diese Rampe regelmäßig benutzen darf.

Am Sonntag sollten wir B√ľrger mit einer Stichwahl einen neuen Oberb√ľrgermeister bestimmen. Ich durfte dieses Jahr schon zum 2. mal zum Rampentest.

Jede Wahl hat f√ľr mich immer einen gewissen Reiz, ob sich da vielleicht schon etwas in der Zwischenzeit ge√§ndert hat. Das ist doch einmal ein Wahlgrund ;-)

Vor 2 Wochen beim 1. Wahlgang/Fahrt stellte meine¬†Frau sofort¬†fest, dass man mit der Rampe nun am linken Eingang nur noch 1 Treppenstufe √ľberbr√ľcken m√ľsse.
Die Rampe war irgendwie anders, da hatte sich etwas getan…???

Tatsächlich, da war etwas anders, aber flacher war das Ding irgendwie immer noch nicht, oder täuschte ich mich???

Ich bat wieder einmal meine Frau, Fotos zu machen!
Als ich die Rampenbilder mit denen von vor einem Jahr verglichen habe, war sogar ich einmal sprachlos.

Da hat so ein Spezialist die Rampe quer durchgesägt, damit sie an die eine Stufe des linken Eingangs zur Schule passte.
Seht selbst, die Rampe ist zwar k√ľrzer, aber steiler als zuvor.

Ob derjenige, der die Rampe gek√ľrzt hat oder hat k√ľrzen lassen, die Rampe nach neusten mathematischen Erkenntnissen, die mir nicht bekannt sind, hat umbauen lassen und heute der Winkel von 6¬į etwas anderes ist als zu meiner Schulzeit, wei√ü ich nicht.

Gestern erst bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass man niemandem einen Vorwurf √ľber die Steilheit der Rampe machen kann. Winkelberechnungen wie zum Beispiel mit dem alten Onkel Pythagoras √ľbersteigt den Stoff einer Grundschule.

Sollte sich die Stadt Frankfurt noch einmal mit der wissenschaftlichen Grundlagenforschung der Berechnung von Rollstuhlfahrer-Rampen beschäftigen, biete ich hiermit meine Hilfe an.
Ich w√ľrde ihr sofort mein altes Geodreieck kostenfrei zur Verf√ľgung stellen.

Wollen wir gemeinsam der Stadt Frankfurt bei der Rampenlängenberechnung helfen???

Textaufgabe an euch:
Zum √úberbr√ľcken einer 90¬į steilen Treppenstufe von 25 cm H√∂he vom ebenen Boden gemessen, um Rollstuhlfahrern das B√ľrgerrecht zum alleinigen Erreichen eines Wahllokals zu erm√∂glichen, soll eine 1,2 Meter breite Auffahrrampe gebaut werden.
Wie lange m√ľsste diese mindestens werden, wenn der Auffahrwinkel nicht mehr als 6¬į betragen darf.
Bitte Rechenweg mit angeben.

Berechnungen als Kommentar schreiben, oder wie immer an rollinator@eigude.de

Ich leite eine dieser Berechnungen eventuell direkt an das Fankfurter Wahlamt weiter ;-)

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4 Kommentare zu „Eigude Pranger Part XXIV“

  1. Kiki sagt:

    Kann es sein dass diese Rampe 4,17 m lang sein muss?

  2. Anonymous sagt:

    die netten inder sagen dass teil soll 2,4m lang sein…..
    als pro cm h√∂he (f√ľr diesen fall) ca 9,6 cm l√§nge.

  3. Rollinator sagt:

    Neuste Berechnung eines vermutlich “Dombauerfahrenen” aus K√∂ln:

    Betrachten wir das Problem mal wie Paul Henckels in der Feuerzangenbowle: Da stellen mir uns emol janz dumm.

    Ohne Winkelmesser und lediglich mit Grundschulkenntnissen kann auch ein Bediensteter der Stadt Frankfurt anhand einer Uhr die erforderlichen 6 Grad ermitteln.

    Das Zifferblatt ist rund 360 Grad, aufgeteilt in 60 Minuten, d.h. eine Minute entspricht einem Winkel von exakt 360 Grad:60= 6 Grad.
    Nimmt man nun den Abstand zwischen den Minuten und den Abstand zwischen der Minutenmarkierung und dem Zentrum der Uhr, kann man mit einem Dreisatz die Aufgabe lösen. Je größer die Uhr ist, um so genauer kann man die Aufgabe lösen.

    Bei meiner Armbanduhr sind die Minutenabst√§nde 1,6mm und der Abstand zur Mitte 14mm. Die H√∂he der zu √ľberwindenden Stufe von 25cm (250mm) ist nun durch 1,6 zu teilen und dann mit 14 malzunehmen. Daraus ergibt sich eine L√§nge von ca. 2188mm. Insoweit d√ľrfte eine Rampe von 2,20 Metern L√§nge etwa die Voraussetzung erf√ľllen.

    Mit meiner Wanduhr ergibt sich ein Minutenabstand von 9mm und ein Abstand zur Mitte von 80mm. Hieraus resultiert ein Ergebnis von 2,22 Metern.

    Sollte keine Uhr vorhanden sein, kann man auch ein T√úV-Siegel daf√ľr gebrauchen. Manche Werkst√§tten haben zu Reklamezwecken ein extra gro√ües Modell drau√üen h√§ngen…- Da kann man sich den Aufstieg zur Uhr des Frankfurter R√∂mers sparen (Grins!).

    Unter Ber√ľcksichtigung der geringen Abweichung (90 Grad Winkel der Treppe zum Bogenma√ü des Winkels – ist viel zu kompliziert!) und zur Vermeidung einer etwaigen √úberschreitung des Winkels von 6 Grad, w√ľrde ich Pi mal Daumen eine Rampe von 2,40m L√§nge bauen.

    Es gibt nat√ľrlich einen Unterschied zwischen Grad und Prozent. Eine Rampe mit 90 Grad Steigung w√ľrde direkt in den Himmel f√ľhren, w√§hrend eine Rampe mit 90 % Steigung nicht einmal einen Winkel von 45 Grad h√§tte. Bei einer 6 %igen Steigung w√§re ein H√∂henunterschied von 6m auf Hundert Metern L√§nge, das heisst bei einem H√∂henunterschied von 25cm w√§re die L√§nge der Rampe 100m : (6m:0,25m)=100:24= 4,164m.

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