Eigude Pranger XXI

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Am Donnerstagabend war es wieder einmal soweit; Petrus hatte beschlossen, dass es wieder einmal Zeit wäre, ausgiebig die Autos zu waschen.

Als ich mit meinem Auto endlich zuhause ankam, stellte ich zu meiner Freude fest, dass netterweise ein Kleinbus auf meinem persönlichen Parkplatz stand und mir das markierte Behindertensymbol trocken hielt.

Ich blieb mit meinem Auto auf der Stra√üe im totalen Halteverbot stehen und machte erst einmal Fotos. Danach wollte ich meine Frau oben in der Wohnung anrufen um n√§chste “Schritte” zu planen.

Pl√∂tzlich h√∂rte ich ein deutliches Jaaaa…!!!

Eine freundliche Dame in blauer Uniform vom Frankfurter Ordnungsamt stand neben meiner Fahrert√ľr und wollte mich vermutlich darauf hinweisen, dass mein Standplatz eventuell etwas ung√ľnstig gew√§hlt sei.

Ich antwortete auch mit einem Jaaa… und machte die Dame darauf aufmerksam, dass mein personalisierter Behindertenparkplatz derzeit nicht zur Verf√ľgung stand, aber anscheinend ein Zettel in der Windschutzscheibe l√§ge.

Die Dame k√ľmmerte sich sofort um eine Herausforderung, das Wort “Problem” habe schon vor Jahren aus meinem Wortschatz gestrichen.

Auf dem Zettel stand folgendes:

Ich bin schwanger!!!

…und eine Handynummer.

Die Frau von Ordnungsamt ‚Äď und auch ihr Blutdruck schien etwas anzusteigen – lie√ü von der Zentrale die Nummer anrufen.

Ihr Kommentar:  Ich bin bei der Stadt und nicht von der Telekom!!!

Nun stellte sie erst einmal ein 35 ‚ā¨¬† Behindertenparkplatzsondernutzungsmietticket aus.

Als sie zu mir kam und mir berichtete, man habe beim Anruf bei der Behindertenparkplatzblockiererin das Gespr√§ch weggedr√ľckt, beschlossen wir gemeinsam, Abschleppen!!!

Kurz bevor der Abschleppwagen gerufen wurde, kam die Lady mit vermeintlichen zuk√ľnftigen Erdenb√ľrger zu ihrem Auto zur√ľck und holte sich von der Dame in Uniform erst einmal einen Einlauf mit Honig und Senf ab. Ich blieb diesmal wirklich ruhig, das war auch schon anders (siehe √§lteren Beitrag) und fragte die Dame lediglich, wie ich ihren Zettel da oben auf der Armatur des Busses h√§tte lesen solle.

Darauf die Antwort: Das stimmt…na toll…!!!

Als die Busfahrerin weg fuhr, hörte ich von meiner neuen Freundin den Kommentar:

Schwanger ist ein Zustand und keine Krankheit.

Und eine Behinderung schon einmal gar nicht!!!

H√§tten vorzeitig die Wehen eingesetzt, w√ľrde ich vielleicht immer noch im Regen im Auto sitzen.

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4 Kommentare zu „Eigude Pranger XXI“

  1. kurt sagt:

    du solltest es echt mal mit B√ľcher schreiben versuchen……und das ist kein Witz !

  2. Rollinator sagt:

    Wenn alles klappt, “stehe” ich n√§chstes Jahr auf der Comedyb√ľhne ;-)

  3. Irgendwie glauben die Leute immer das w√§ren Kurzzeitparkpl√§tze….
    besonders bei Regen…
    sei es nun vor’m BurgerKing oder vor’m Supermarkt…..
    aber auf einem personalisierten Parkplatz das Auto zu Parken
    (wenn man bloss hält und noch jemand drinsitzt, der bei Bedarf schnell den Park-Platz räumen kann wollen wir ja garnix sagen) ist ja dreist.
    Immerhin hatte sie die Nummer hinterlegt, das ist schonmal ansatzweise mitgedacht .
    Ansatzweise….

  4. Holger sagt:

    Bei uns im Haus ist ein Kinderarzt. Die Leute die da ihre Kinder hinbringen stehen auch immer auf unserem Behinderten-Parkplatz. Na ja, die Stadt K√∂ln kann jede Einnahmen brauchen. Die Nummer vom Ordnungsamt habe ich im Handy gespeichert …
    :-)

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