Eigude- Pranger Part XIV

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Diese Geschichte ist 100% irgendwas, aber nichts Gutes.

Es war einmal ein kleiner Rollifahrer, ich nenne ihn mal “Ich”,
der schnarchte wie ein Riese, da musst er hin zum Schlaflabor.

Obwohl sich das Krankenhaus im gleichen Stadtteil befindet, in dem ich wohne, “durfte/ sollte” ich nach den Tests nachts im Schlaflabor dann auf eine “normale” Station zum Weiterschlummern und Abwarten.

Nach 3 Jahren t√§glicher ben√∂tigter Hilfe bei der Morgentoilette dachte ich mir, es k√∂nnte nicht die schlechteste Idee sein, eine Woche zuvor dort nachzufragen, ob ich noch etwas beachten m√ľsse.
Au√üer dass die Zimmer barrierefrei w√§ren, ein Blick ins Bad wurde mir verwehrt, erfuhr ich von einer altgedienten Schwester mit wei√üem H√§ubchen nur, ich m√ľsse einen gepolsterten Duschstuhl selbst mitbringen, wenn ich einen ben√∂tigte und man habe jetzt keine Zeit f√ľr mich. (Siehe √§lteren Beitrag).

Sie hielt mir sp√§ter vor, ich habe von Anfang an nur Forderungen gestellt. Stimmt, “Infos”, eine Frechheit sondergleichen, wie konnte ich nur Fragen √ľber diese Station stellen.

Eine Woche später ging es dann mit meinem Duschrolli bewaffnet ins Krankenhaus. Meinen Mädels vom täglichen Verpflegmichdienst hatte ich frei gegeben.

Erste Nacht im Schlaflabor.

Kabel ohne Ende. EKG, EEG, Atemmessung, Mikrofon, Kamera√ľberwachung…

Ich bin mir nicht sicher, ob mein Update erfolgreich war.

Um 05:30 auf Station, rein ins Bett.
Gegen 08:00 Uhr kam eine Krankenschwester, und eine K-Schwester-Azubi schmierte mir die Br√∂tchen, lecker Fr√ľhst√ľck.
(Ich habe mich hierf√ľr bedankt).

So nebenbei erfuhr ich¬†von der¬†”Pflege”, ich darf noch eine Nacht bleiben.
Meinem ein wenig Sunilen Mitbewohner (er trank aus Leidenschaft aus meinem Wasserglas und schaute gebannt TV ohne Ton), ließ ich mit der K-Schwester-Azubi im Bad den Vortritt.
Bei mir dauert der Badaufenthalt auch mit Assistenz immer etwas länger, was ich auch der K- Schwester sagte. Sie antwortete, sie käme, wenn sie Zeit hätte. Na ja, ich hatte Zeit zu haben.

H√§ubchen, ihr wisst wen ich meine, behauptete am n√§chsten Tag, ich h√§tte die K-Schwester weggeschickt, um sp√§ter meine Ruhe im Bad zu haben. So kann man es nat√ľrlich auch interpretieren, wenn man seinem Zimmergenossen Vorfahrt im Bad gew√§hrt.
Gegen 11:45 Uhr kamen K- Schwester mit Azubi, halfen mir auf meinen Duschstuhl und assistierten mir ca. 5 min im Bad, dann ließen sie mich alleine vor dem Waschbecken stehen.
Bei meiner Frage nach Duschen bekam ich sinngemäß den Kommentar :
Sie sind ja nicht dreckig, das bräuchte ich nicht und beide verließen das Bad.

Ich wusch mich selbst, soweit dies meine Motorik zuließ.
Das blöde war, dass aufgrund eines Leitungsschadens ich mich zwischen kaltem und eiskalten Wasser entscheiden konnte. Im Nachhinein wollte ich gar nicht mehr duschen.
Man hätte ja mal was sagen können, dies war seit einer Woche bekannt.

Nach einer halben Stunde klingelte ich.
Ich hoffte auf Assistenz beim “Restewaschen”, Transfer ins Bett und¬†Ankleiden.
Wie fatal!!!
H√§ubchen kam im Vollstress ins Bad, fragte was ich denn wolle, sie w√ľrde gerade das Mittagessen austeilen und sie habe keine Handschuhe. H√§√§√§… Ich war halt ein bisschen sp√§t dran.
Kurze Hilfe im Bad, Klamotten selbst zusammengesucht. Ab ins Bett habe ich mit Ihrer Hilfe gerade noch geschafft. Alles ganz entspannt!
So nebenbei erzählte sie mir, es wäre schon einmal ein Rollifahrer da gewesen, der hätte seine Pflegekraft selbst mitgebracht. Und ich hatte meinen Mädels frei gegeben.
Warum war ich eine Woche vorher da ???

Ich war perplex, gestresst und verzichtete auf jede weitere Hilfe.
Warum ich dem Stationsarzt nichts gesagt habe, der gerade im Zimmer war, weiß ich nicht.
Bei dem Versuch mich selbst anzukleiden, öffnete sich eine kleine alte Wunde und mein Bettlaken war rot gepunktet.
Um 12:00 kam eine Schwester vom Schlaflabor, mein Nachbar bekam gerade schon Mittagessen, sie half mir beim Anziehen.
Dann hatte ich zwei Untersuchungen, sp√§ter passte man mir eine Schlafmaske an und erkl√§rte in einer Art Selbsthilfegruppe die Funktion und Wartung eines “Schlaf- Atemger√§tes”. Bis dahin hatte ich noch keinen zust√§ndigen Arzt oder √Ąrztin gesehen, von mir aus…

15:00 Uhr Flucht nach Hause, auf mein noch herumstehendes Mittagessen verzichtete ich.
20:00 Uhr zur√ľck in die H√∂hle des L√∂wen.
Zuvor hatte ich es noch geschafft, dass eine meiner M√§dels am n√§chsten Morgen ins Krankenhaus kommt. Ufff…

Aus unerkl√§rbaren Gr√ľnden war ein Zettel mit dem Namen meines “Sunilen Bettnachbarn” auf meiner Tablettenbox. Mein Dope ist gut. Er hatte hochgradig Zucker. Gl√ľcklicherweise¬†hatte er noch keine meiner Tabletten genommen. Ich verschlo√ü sie im Schrank.

Ich sollte nun die von wem auch immer verordnete Schlafmaske im Schlaflabor benutzen.

Die Schlafmaske, Typ: “Ich bin Dein Vater”,

war nicht mein Ding.

Die Alternativvariante

Modell Dumbo

(Olivenmaske)

brachte mir ruhige Tr√§ume ohne Schnarchen. Danke an Schwester Christine f√ľr die unb√ľrokratische Hilfe.
Sehr zu empfehlen so ein System, dazu schreibe ich noch einen eigenen Blog.

Gegen 07:30 kam es zwischen H√§ubchen und mir (sie kam wegen meines Zimmerpartners ins Zimmer), zur Aussprache¬†√ľber die “Pflege” am Vortag.
Das Bett mit den Blutflecken wurde auch nie gemacht.
Mein Blutdruck ist sehr tief und steigt selten √ľber 100.
Häubchen schaffte es in zwei Minuten, meinen Blutdruck auf ca. 140 zu bringen und das ganz ohne Kaffee, neuer Rekord.
Ich durfte mir mehrfach anhören, dass auch Behinderte Danke und Bitte sagen können!
Das mir…, muss ich Luftspr√ľnge machen, wenn man um 11:00 aus dem Bett darf?

Zwei Minuten nach dem kleinen Disput kam mein Pflegemädel. Sie erzählte mir, dass sie von Anfang an einen Verdacht hatte, dass ich im Krankenhaus meinem Spaß hätte.
Sie arbeitete in diesem KH und kannte Häubchen mit ihrer netten Art.
Die Dusche funktioniert, wenn man will und es gab auch warmes Wasser. ¬†Danke an Vesna. ¬†Auf wundersame Weise war nach meinem Badezimmeraufenthalt mein Bett pl√∂tzlich frisch √ľbergezogen. Jetzt v√∂llig sinnlos!

Es war f√ľr mich klar, dass ich diesen Bau schnellstm√∂glich verlasse. Ich besuchte das √Ąrztezimmer und hatte eine halbe Stunde sp√§ter einen Termin.

12:30 Abgang, mit Duschstuhl und Antischnarchgerät.

Jetzt noch mal f√ľr H√§ubchen pers√∂nlich:
Danke, dass ich diese Station verlassen durfte!!!

Den ganzen Stress f√ľr 2 Untersuchungen und 2 Gespr√§che zwischen 12:00 Uhr- 15:00 Uhr am 1.Tag und¬†einer Nachbesprechung am 2. Tag.

H√§ubchen erinnerte mich sehr an den Pinguin aus dem Film: “Blues Brothers”

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