Artikel-Tags: „Therapie“

Eigude Pranger XXIX

Sonntag, 24. April 2016

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Da musst du kerngesund sein.

Vor ein paar Monaten sollte ich von einer Reha-Klinik im Taunus hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen fĂŒr eine seit Wochen geplante spezielle Untersuchung – eine Angiografie, bei der man seinen eigenen Gehirnwindungen quasi bei der Arbeit zuschauen kann – wieder zurĂŒck in das Krankenhaus nach Frankfurt verlegt werden, von dem ich sechs Wochen zuvor erst kam. Der Fahrdienst war bereits einige Tage zuvor als “Sitzend im eigenen Rollstuhl” fĂŒr den nĂ€chsten Tag 8:00 Uhr bestellt worden. Ich ließ am Tag zuvor bereits meine Taschen packen (man glaubt gar nicht, was sich so in sechs Wochen alles ansammelt) und rĂ€umte so mein kleines Einzelzimmer fĂŒr die Entlassung am nĂ€chsten Tag, denn das Zimmer sollte sofort wieder neu belegt werden.

Am nĂ€chsten Morgen stĂŒrmten zwei Krankenschwestern um 7:20 Uhr in mein Zimmer und erzĂ€hlten mir leicht gestresst, dass der Fahrdienst aus welchem Grund auch immer schon eine halbe Stunde frĂŒher kĂ€me, sprich in 10 Minuten. Man kann natĂŒrlich nicht verlangen, dass die Fahrer wegen mir ihre tariflich zugesicherte FrĂŒhstĂŒckspause verschieben. Nach kurzer Abfertigung, auch Grundpflege genannt – ich fĂŒhlte mich wie beim Pitstop bei der Formel 1 – kam schon der Fahrdienst um die Ecke, natĂŒrlich mit einer Liege. FĂŒr mich war sitzend in meinem Rollstuhl im Auto kein Platz, ich hatte ja “nur” ca. fĂŒnf Mal Bescheid gesagt. Na gut…Ă€h… schlecht. Nach erfolgreicher Flucht und Ankunft in Frankfurt am Krankenhaus wurde ich wieder in meinen Rollstuhl umgesetzt, und die Fahrer checkten mich in der Notaufnahme im Krankenhaus ein. WĂ€hrenddessen wartete ich geduldig, wĂ€hrend die Fahrer das Feld rĂ€umten. Nach ca. 10 Minuten kam eine Mitarbeiterin der Notaufnahme zu mir und meinte, dass ich doch recht frĂŒh dran sei.

Darauf mein Kommentar: Geht doch noch, 8:45.

Sie: Eine Woche!!!

Da haben mich die KoryphĂ€en aus der Reha-Klinik, bei denen nicht gerade das Patientenwohl im Vordergrund steht, glatt eine Woche zu frĂŒh vor die TĂŒr gesetzt! Zum GlĂŒck hatte das Krankenhaus noch ein Bett fĂŒr mich frei und hat mir fĂŒr die Zeit bis zur Untersuchung Asyl gewĂ€hrt.

Hier geht’s,…ÀÀh..fĂ€hrt man zur

Armbad???

Sonntag, 17. Januar 2016

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In den letzten Monaten wurden mir die unterschiedlichsten Therapien zuteil, die selbst mir als quasi “Profipatient” noch nicht bekannt waren.

Unter anderem stand auf meinem Therapieplan fĂŒr den nĂ€chsten Tag “Armbad”, worunter ich mir beim besten Willen nichts vorstellen konnte.

Ein Bad fĂŒr Arme? – Kneipkur fĂŒr Minderbemittelte, und vorher sollten die Doktoren meine KontostĂ€nde kennen?

Es stellte sich am nĂ€chsten Tag heraus, dass es sich bei der ominösen “Armbadtherapie” tatsĂ€chlich um ein Wasserbad fĂŒr meine beiden oberen Gliedmaßen handelte.

Hatte ich es nötig?

Wobei das dunkle Wasser auf dem Bild kein Indiz fĂŒr meine dreckigen HĂ€nde ist, sondern es sich als Rosmarinzusatz entpuppte, der Durchblutungsfördernd sei .

Da muss man direkt aufpassen, dass man sich nach der Therapie nicht selbst in den kleinen Finger beißt.

Nach erfolgloser halbstĂŒndiger Suche nach einem Dreckfleck an den Kacheln der Wand -
eine bessere Idee mir die Zeit zu vertreiben hatte ich nicht, kam die Badetherapeutin zurĂŒck und fragte mich wie denn die Therapie fĂŒr mich gewesen sei?

Ich antwortete ehrlich auf die Frage mit der Aussage, dass meine beiden HÀnde jetzt wieder sauber wÀren.

Aus unerfindlichen GrĂŒnden stand diese Art der Badetherapie am nĂ€chsten Tag nicht mehr auf einen Therapieplan.

GrĂŒĂŸe aus dem “Trainingslager”

Sonntag, 22. November 2015

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Und schon wieder sind 2 Monate vergangen


Dass ich was am Kopf habe, hat man ja schon immer vermutet ;-) Aber auf die Hirngeschichte aus heiterem Himmel Mitte Juli hÀtte ich durchaus verzichten können.

Ich habe mittlerweile alle neu erworbenen Ersatzteile (Magensonde, TrachealkanĂŒle, Dauerkatheter) wieder abgegeben und sehe langsam Licht am Ende des Tunnels – ins Licht wollte ich ja noch nicht fahren


Nach intensivem Krankenhaus-Hopping kann ich den Querschnittchen unter Euch nur raten, egal welche Erkrankung außerdem behandelt werden muss, der Querschnitt immer im Vordergrund stehen muss. WĂ€hlt lieber die Querschnittsklinik Eures Vertrauens, als Euch in eine angebliche Spezial-Rehaklinik schicken zu lassen, die aber von Querschnitt keine Ahnung haben bzw. damit vollkommen ĂŒberfordert sind. Wenn Du nicht selbstĂ€ndig aus dem Bett kommst – und sei es aufgrund einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes – hast Du gelitten.

Seit einem Monat bin ich nun glĂŒcklicherweise wieder in der Klinik meines Vertrauens, in der mich sogar der Pförtner namentlich grĂŒĂŸt. Und die bringen mich hier wieder auf die RĂ€der.

Hier ein paar EindrĂŒcke aus meinem derzeitigen „Trainingslager“
 Physio-, Ergo-, LogopĂ€die, Fahrtraining, Fangopackungen, etc. 


Hilfsmittel fĂŒr Tetras Part XIII

Mittwoch, 25. Juni 2014

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Studie zur Neuroprothese bei Tetraplegikern des Uniklinikum Heidelberg

Das bei mir durch die RĂŒckenmarksverletzung an den Halswirbeln (Tetraplegie) die Funktion meiner Arme, HĂ€nde bzw. der Finger stark eingeschrĂ€nkt ist, ist ja nichts Neues.

DiesbezĂŒglich hatte ich fĂŒr den Alltag schon so manche Hilfsmittel vorgestellt, siehe Ă€ltere BeitrĂ€ge.

Viele Tetra-Kollegen, dessen RĂŒckenmarksschĂ€digung höher Richtung Kopf ist, können ihre Finger, HĂ€nde und Arme noch weniger, oder auch gar nicht mehr bewegen.

Das UniversitĂ€tsklinikum Heidelberg fĂŒhrt derzeit eine derzeit Studie durch, um mithilfe einer Armprothese mit Elektrostimulation ein Greifen der gelĂ€hmten Finger wieder zu ermöglichen.

Stand gestern den 24.06.14, waren noch StudienplÀtze frei.

Ich möchte keine falschen Infos weitergeben, lest selbst, Link Uniklinikum- Heidelberg: Studie zur Verbesserung der Greiffunktion bei Tetraplegikern mittels Neuroprothesen.

Link, Der-Querschnitt.de : Greifneuroprothese: Der SchlĂŒssel(-griff) zu mehr LebensqualitĂ€t.

Ich hatte von der Studie erfahren, bekam auch einen Termin und war gestern in Heidelberg.

Die Neuroprothese ist fĂŒr mich nicht das richtige Hilfsmittel, aber mit einem externen Stromimpuls wieder einmal etwas sicher greifen und festhalten zu können, wĂ€re schon was…

Eventuell kann man meine komatösen Finger durch Training mit genug Ampere auch wieder erwecken ;-)

Ich finde es toll, dass das Heidelberger Team auch mir helfen möchte, obwohl ich fĂŒr die Studie der Neuroprothese nicht der geeignete Patient bin. Vielen Dank von dieser Seite.

Man sollte ja annehmen, dass sich als Elektroniker schon von Berufswegen Stromresistent bin.

Es stellte sich aber gestern bei der Suche nach den Fingernerven heraus, ich bin wie man meinem Blick ansieht ein

Extrem-Amper-Weichei.

Man gab mir zu trainingszwecken eines dieser “Elektro-StimulationsgerĂ€te” (anderes Modell) mit.

Jetzt darf ich einige Wochen, tÀglich meine Arme, HÀnde und Finger mit Strom durchfluten.


Das Ergebnis bei mir ist noch offen, aber ich halte euch auf dem laufenden.

Fortsetzung folgt…

Endlich kann ich selbst meinem Masochismus frönen und brauche dafĂŒr keine Physiotherapeuten mehr, siehe Beitrag von 2009.

Hier geht’s,…ÀÀh..fĂ€hrt man zur

Stochastische-Resonanz-Therapie

Freitag, 6. September 2013

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Seit einem Jahr fahre ich zweimal in der Woche zur Frankfurter Uni und ich meine diesmal nicht das UniversitĂ€tsklinikum, an das man bei meinem Alter denken könnte…

Es macht schon was her, wenn ich sitzend im Rollstuhl verkĂŒnde, ich hĂ€tte keine Zeit, ich mĂŒsse zur Sportuni ;-)


 nein ich trainiere nicht explizit fĂŒr die nĂ€chsten Paralympics…

Ich bin dort in einer Projektgruppe zur

Stochastischen-Resonanz-Therapie (STR-Therapie)

Diese von dem Institut fĂŒr Sportwissenschaften Frankfurt/Main mitentwickelten Therapie ĂŒbertrĂ€gt niederfrequente (6-12Hz), randomisierte Vibrationen mittels zwei voneinander unabhĂ€ngiger Platten.*

Der Effekt ist sehr komplex.
In einfachsten Worten, die FĂŒĂŸe werden auf 2 Aluplatten festgespannt oder man stellt sich als FußgĂ€nger darauf.

Diese bewegen/klappern dann so heftig und simulieren dem Körper das Laufen. Die Nerven werden stimuliert und dem Gehirn das Laufen sugerriert.

Die Erfolge sind besonders bei Gehbehinderten Personen beachtlich.

NÀhere Informationen zur Stochastischen-Resonanztherapie Therapie und Erfahrungsberichte und GerÀte: hier klicken und hier klicken

Außer den STR-GerĂ€ten, gibt es dort auch normale FitnessgerĂ€te. Es steht uns immer ein Sporttherapeut zur Seite.

Das Trainieren mit andern Gehandicapten macht Spaß und es gibt natĂŒrlich auch einen intensiven Erfahrungsaustausch.
Ich hĂ€tte nicht gedacht, dass ich jemals einmal freiwillig eine Muckibude besuchen wĂŒrde. Im Projekt sind noch PlĂ€tze frei.

Auf dem Video ist Jens Maspfuhl, amtierende 6 fache deutsche Meister im Rollstuhlgolf zu sehen. Er ist erster Vorsitzender der

DUK-Deutsche Unfall und Katastrophenhilfe e.V.

Dieser Verein ist Schirmherr des Projektes, der dieses durch Spenden und Fördermitgliedschaften finanziert.

Der Verein unterstĂŒtzt auch mit großen Erfolg eine Berufsschule fĂŒr behinderte Menschen der “Father Ray Foundation” in Thailand, davon sind viele auch Rollstuhlfahrer.

Durch die Flutkatastrophe ist der Preis fĂŒr Reis sehr gestiegen und daher braucht die Foundation UnterstĂŒtzung, um ĂŒber 800 Personen tĂ€glich zu versorgen.

Desweiteren wird der mittellosen hoch querschnittsgelÀhmten thailÀndischen jungen Frau Nuch intensiv geholfen.

Es gĂ€be noch ein paar wenige Spendenquittungen und Fördermitgliedschaften. Spendet schnell, bevor sie alle weg sind… :-)

Jede Spende kommt bei den Projekten an, ich bin selbst Fördermitglied und habe bereits mehrfach gespendet!!!

Irgendwann bin auch ich mit Jens auf einem der ĂŒberblendeten Bilder der DUK-Seite zu sehen, 16 Bilder nach Finanzminister SchĂ€uble ;-)

* Quelle C.Ebert

Bei Fragen, wie immer: rollinator@eigude.de

Hilfsmittel Tipps und Tricks XXXIX

Samstag, 9. Juli 2011

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Manche Rollifahrer behaupten stolz, sie hÀtten einen

“Stehrolli”

von der Kasse bezahlt bekommen. Dieser sei so toll, damit könne man sich wieder in seiner Stammkneipe an die Theke stellen, einen Heben und bekĂ€me auch problemlos eine Kaffeetasse oben aus dem KĂŒchenschrank.

Dies mag ja alles richtig sein, die Frage ist nur, hat der “Stehrolli” dafĂŒr eine Hilfsmittelnummer?

Jedem sollte klar sein, dass der Kaffeetassentransport aus dem KĂŒchenschrank und die “Stehende Vernichtung” von frischgezapften Pils, im allgemeinen nicht zur medizinischen Grundversorgung gehört, dessen Kosten die gesetzlichen Krankenkassen, daher aus diesem GrĂŒnden nur in AusnahmefĂ€llen ĂŒbernehmen.
Desweiteren hatte die Kasse bereits mit Sicherheit einen Alltagsrollstuhl bezahlt, mit dem man sich auch betrinken könnte. WofĂŒr einen zweiten…

Ich oute mich, ich habe so ein Teil und es ist medizinisch sinnvoll!!!
Es handelt sich allerdings offiziell um keinen Stehrolli, sondern um einen

Stehstuhl oder auch StehĂŒbungsgerĂ€t

 

Ich wiederhole mich nochmals, warum sollte die Kasse zwei Rollis bezahlen…

Jeder kennt das, man lag 3 Tage mit Grippe im Bett und beim Aufstehen sieht man erst einmal Sternchen, weil der Kreislauf TschĂŒss sagt.
Ich habe mir nach dem Unfall 9 Wochen im Krankenhaus die Decke angesehen und behaupte seither, alle Nuancen von Weiß zu kennen.
Insgesamt hat man mich 8 Monate lang jeden Tag 1 Stunde auf einem Stehbrett angegurtet und mich wie auf einer Folterbank nach oben gekippt um meinen Kreislauf dauerhaft ohne zusÀtzliche Medikamente zu stabilisieren.

Der Stehstuhl beugt außerdem Muskelschwund entgegen und ist eine Dekubitus Prophylaxe.

Nachdem ich wieder zu Hause war, war auch mein Stehbrett weg. Mein Kreislauf fand das gar nicht gut. Wir Querschnittchen sind zwar fĂŒr unseren niedrigen Blutdruck berĂŒhmt… Bei einem Blutdruck 42/35 konnte ich noch meine Kreislauftropfen zĂ€hlen…aber, das war heftig. Man hatte mir extra einen Stehstuhl verschrieben, da mein Blutdruck einen Stehtrainer, vergleichbar mit einem Rednerpult verweigerte.

Es ist nicht verstĂ€ndlich, aber bei der Benutzung dieser “Stehpulte” war ich nach Sekunden der Ohnmacht nahe.
Nach Test eines anderen GerÀtes und lÀngerer Korrespondenz mit meiner Kasse, so ungefÀhr ein Jahr, was sehr schnell sei, hat man mir ein

StehĂŒbungsgerĂ€t

l

(ca. 7000€) genehmigt.

Lest einmal meinen Artikel ĂŒber einen Handlauf, (hinten an der Wand) als Umsetzhilfe (siehe Ă€lteren Beitrag), vom Alltagsrolli auf den Stehstuhl.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz persönlich bei diesen DummschwÀtzern bedanken, wegen denen die Genehmigung dieser hochpreisigen Hilfsmittel bei der Kasse verstÀndlicher Weise so schwierig ist.
Wenn ihr unbedingt an euer Kneipentheke “Stehen” wollt, dann kauft euch doch euren Stehrolli selbst!!!

Kleiner Tipp von mir, auch wenn man der deutschen Sprache nicht so mÀchtig ist. Bei Nichtgenehmigung eines Hilfsmittels bei der Kasse das Wort:
“Widerruf” niemals mit “ie” (Wiederruf) schreiben. Wir rufen der Kasse nicht hinterher!!! So eine Korrespondenz kann sich dann ĂŒber Jahre hinziehen…

Mir ist der Fall bekannt, dass die Kasse einem Patienten einen Elektro-Stehstuhl im Wiedereinsatz, der 10 Km/h schnell ist, in den 1.Stock ins Wohnzimmer stellen wollten.
Das ist etwas ungewöhnlich, aber medizinisch durchaus vertretbar.

Alternativ-Therapie

Montag, 30. Mai 2011

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Zur Muskelentspannung gibt es verschiedenste Therapien.

Fangopackungen, Akkupunktur, Massagen aller Art, Tens-Reizstromtherapie und, und, und …

Es existiert auch ein sĂŒndhaft teures GerĂ€t namens Galileo, welches im Grunde genommen nur eine vibrierende RĂŒttelplatte ist, bei der man verschiedene Frequenzen einstellen kann.

Am Samstagabend ging es zur Gruppen- Vibrationstherapie, gallileo Àhnlich, in die Frankfurter Festhalle.

Die englischen Therapeuten sind seit 1975 unter dem Namen

Iron Maiden*

bekannt, die mit ihrer jahrelangen Erfahrung und stÀndige Frequenzwechsel  bestmögliche Therapieerfolge durch Ganzkörpervibrationen erreichen.

Muskelaubau durch Klatschen und CEPAP-Lungentraining beim Mitsingen!

Durch leichte Schockeffekte die durch das BĂŒhnenbild erzeugt werden, wird zusĂ€tzlich der Kreislauf angeregt.
Mehrere tausend Patienten wurden gleichzeitig behandelt.

Ein zusĂ€tzlicher positiver Effekt besteht darin, dass man noch nach Tagen ein leichtes Meeresrauschen im Ohr verspĂŒrt, welches ein Urlaubsfeeling erzeugt.

UnverstĂ€ndlicherweise ĂŒbernimmt die Kasse die Kosten, dieser seit 36 Jahren erprobten Alternativtherapie nicht.

Lest einmal meinen Ă€lteren Artikel, Fußballticket auf Rezept.

*Eiserne Jungfrau

Nichts als die Wahrheit…

Donnerstag, 27. Januar 2011

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Wie man bei den Schlagwörtern (rechte Seite) sehen kann, ragt das Thema Behindertenparkplatz mittlerweile fast schon ĂŒber meinen Blog hinaus.
Diese Geschichte muss ich aber unbedingt berichten, ich habe Zeugen:

Am Montag fuhr ich ausnahmsweise mit meinem eigenen Auto zum Krankenhaus, ich wollte zur Physiotherapie ins Schwimmbad. Normalerweise nehme ich hierfĂŒr den Behindertenfahrdienst.

Super Sache mit dem Fahrdienst, danke an dieser Seite an die Stadt Frankfurt.
96 Fahrten b.z.w. 36 Fahrten (beim Besitz eines eigenen Autos), sind fĂŒr uns Frankfurter im halben Jahr innerhalb des Stadtgebietes und Umlandes kostenfrei. Die Stadt ĂŒbernimmt die Kosten.
Dies sollte Deutschlandweit eingefĂŒhrt werden.

Dann ging er wieder los, der Spaß mit der Parkerei beim Krankenhaus.

Auf einem der 6 BehindertenparkplĂ€tze stand so ein Großraumtaxi, super…


Auf der linken Seite stellte sich gerade als ich ankam ein anderer Rollifahrer mit seinem Auto ins Halteverbot (das dĂŒrfen wir), lies aber so viel Platz, dass er den GelĂ€ndewagen der regulĂ€r auf einem der BehindertenparkplĂ€tze stand, nicht zuparkte.

In diese LĂŒcke stellte ich mein Auto, da der rollifahrende GelĂ€ndefahrzeugfĂŒhrer mein Freund ist, mit dem ich sowieso gemeinsam im Wasser bin.
Als ich aus meinem Auto mit offener TĂŒr so rundherum schaute, welcher nette MitbĂŒrger mir eventuell beim Aussteigen helfen könnte, traut ich meinen Augen kaum.

In dem Großraumtaxi saß doch tatsĂ€chlich eine Fahrerin!!!

Ich hatte sie zuvor nicht gesehen, da steigt der Blutdruck, ob man will, oder nicht.
Es macht mir nichts aus, wenn FußgĂ€nger auf einem Behindertenparkplatz stehen, wenn derjenige im Auto sitzt und sein Fahrzeug dann wegfĂ€hrt wenn einer von uns dort parken möchte.
Da kam doch in dem Moment noch ein Rollifahrer mit seiner Karre und parkte auf der anderen Seite im Halteverbot.

Ist die Dame wirklich so ignorant?

Warte nur ab, bis ich aus dem Auto bin!
Ich hatte den Eindruck, sie schaut mir zu.

Hmmm, warum denn eigentlich nicht mit ihrer Hilfe aus meinem Auto?

Dann kommt die Lady wenigstens raus aus ihrem warmen Auto an die frische (kalte) Luft, macht was VernĂŒnftiges und einen entsprechenden Kommentar gibt’s am Schluss von mir auch umsonst noch mit.

Ich winkte ihr und sie kam zu meinem Erstaunen tatsÀchlich aus dem Auto zu mir.
Mein Blick war wahrscheinlich nicht der freundlichste.

Noch bevor ich irgendetwas sagen konnte, sprach sie kleinlaut zu mir:

Ich weiß, ich weiß… mein Auto springt nicht an, ich warte auf den ADAC!

Kann ich helfen?

Eigude- Pranger Part XIV

Donnerstag, 20. Januar 2011

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Diese Geschichte ist 100% irgendwas, aber nichts Gutes.

Es war einmal ein kleiner Rollifahrer, ich nenne ihn mal “Ich”,
der schnarchte wie ein Riese, da musst er hin zum Schlaflabor.

Obwohl sich das Krankenhaus im gleichen Stadtteil befindet, in dem ich wohne, “durfte/ sollte” ich nach den Tests nachts im Schlaflabor dann auf eine “normale” Station zum Weiterschlummern und Abwarten.

Nach 3 Jahren tĂ€glicher benötigter Hilfe bei der Morgentoilette dachte ich mir, es könnte nicht die schlechteste Idee sein, eine Woche zuvor dort nachzufragen, ob ich noch etwas beachten mĂŒsse.
Außer dass die Zimmer barrierefrei wĂ€ren, ein Blick ins Bad wurde mir verwehrt, erfuhr ich von einer altgedienten Schwester mit weißem HĂ€ubchen nur, ich mĂŒsse einen gepolsterten Duschstuhl selbst mitbringen, wenn ich einen benötigte und man habe jetzt keine Zeit fĂŒr mich. (Siehe Ă€lteren Beitrag).

Sie hielt mir spĂ€ter vor, ich habe von Anfang an nur Forderungen gestellt. Stimmt, “Infos”, eine Frechheit sondergleichen, wie konnte ich nur Fragen ĂŒber diese Station stellen.

Eine Woche spÀter ging es dann mit meinem Duschrolli bewaffnet ins Krankenhaus. Meinen MÀdels vom tÀglichen Verpflegmichdienst hatte ich frei gegeben.

Erste Nacht im Schlaflabor.

Kabel ohne Ende. EKG, EEG, Atemmessung, Mikrofon, KameraĂŒberwachung…

Ich bin mir nicht sicher, ob mein Update erfolgreich war.

Um 05:30 auf Station, rein ins Bett.
Gegen 08:00 Uhr kam eine Krankenschwester, und eine K-Schwester-Azubi schmierte mir die Brötchen, lecker FrĂŒhstĂŒck.
(Ich habe mich hierfĂŒr bedankt).

So nebenbei erfuhr ich von der ”Pflege”, ich darf noch eine Nacht bleiben.
Meinem ein wenig Sunilen Mitbewohner (er trank aus Leidenschaft aus meinem Wasserglas und schaute gebannt TV ohne Ton), ließ ich mit der K-Schwester-Azubi im Bad den Vortritt.
Bei mir dauert der Badaufenthalt auch mit Assistenz immer etwas lÀnger, was ich auch der K- Schwester sagte. Sie antwortete, sie kÀme, wenn sie Zeit hÀtte. Na ja, ich hatte Zeit zu haben.

HĂ€ubchen, ihr wisst wen ich meine, behauptete am nĂ€chsten Tag, ich hĂ€tte die K-Schwester weggeschickt, um spĂ€ter meine Ruhe im Bad zu haben. So kann man es natĂŒrlich auch interpretieren, wenn man seinem Zimmergenossen Vorfahrt im Bad gewĂ€hrt.
Gegen 11:45 Uhr kamen K- Schwester mit Azubi, halfen mir auf meinen Duschstuhl und assistierten mir ca. 5 min im Bad, dann ließen sie mich alleine vor dem Waschbecken stehen.
Bei meiner Frage nach Duschen bekam ich sinngemĂ€ĂŸ den Kommentar :
Sie sind ja nicht dreckig, das brĂ€uchte ich nicht und beide verließen das Bad.

Ich wusch mich selbst, soweit dies meine Motorik zuließ.
Das blöde war, dass aufgrund eines Leitungsschadens ich mich zwischen kaltem und eiskalten Wasser entscheiden konnte. Im Nachhinein wollte ich gar nicht mehr duschen.
Man hÀtte ja mal was sagen können, dies war seit einer Woche bekannt.

Nach einer halben Stunde klingelte ich.
Ich hoffte auf Assistenz beim “Restewaschen”, Transfer ins Bett und Ankleiden.
Wie fatal!!!
HĂ€ubchen kam im Vollstress ins Bad, fragte was ich denn wolle, sie wĂŒrde gerade das Mittagessen austeilen und sie habe keine Handschuhe. HÀÀÀ… Ich war halt ein bisschen spĂ€t dran.
Kurze Hilfe im Bad, Klamotten selbst zusammengesucht. Ab ins Bett habe ich mit Ihrer Hilfe gerade noch geschafft. Alles ganz entspannt!
So nebenbei erzÀhlte sie mir, es wÀre schon einmal ein Rollifahrer da gewesen, der hÀtte seine Pflegekraft selbst mitgebracht. Und ich hatte meinen MÀdels frei gegeben.
Warum war ich eine Woche vorher da ???

Ich war perplex, gestresst und verzichtete auf jede weitere Hilfe.
Warum ich dem Stationsarzt nichts gesagt habe, der gerade im Zimmer war, weiß ich nicht.
Bei dem Versuch mich selbst anzukleiden, öffnete sich eine kleine alte Wunde und mein Bettlaken war rot gepunktet.
Um 12:00 kam eine Schwester vom Schlaflabor, mein Nachbar bekam gerade schon Mittagessen, sie half mir beim Anziehen.
Dann hatte ich zwei Untersuchungen, spĂ€ter passte man mir eine Schlafmaske an und erklĂ€rte in einer Art Selbsthilfegruppe die Funktion und Wartung eines “Schlaf- AtemgerĂ€tes”. Bis dahin hatte ich noch keinen zustĂ€ndigen Arzt oder Ärztin gesehen, von mir aus…

15:00 Uhr Flucht nach Hause, auf mein noch herumstehendes Mittagessen verzichtete ich.
20:00 Uhr zurĂŒck in die Höhle des Löwen.
Zuvor hatte ich es noch geschafft, dass eine meiner MĂ€dels am nĂ€chsten Morgen ins Krankenhaus kommt. Ufff…

Aus unerklĂ€rbaren GrĂŒnden war ein Zettel mit dem Namen meines “Sunilen Bettnachbarn” auf meiner Tablettenbox. Mein Dope ist gut. Er hatte hochgradig Zucker. GlĂŒcklicherweise hatte er noch keine meiner Tabletten genommen. Ich verschloß sie im Schrank.

Ich sollte nun die von wem auch immer verordnete Schlafmaske im Schlaflabor benutzen.

Die Schlafmaske, Typ: “Ich bin Dein Vater”,

war nicht mein Ding.

Die Alternativvariante

Modell Dumbo

(Olivenmaske)

brachte mir ruhige TrĂ€ume ohne Schnarchen. Danke an Schwester Christine fĂŒr die unbĂŒrokratische Hilfe.
Sehr zu empfehlen so ein System, dazu schreibe ich noch einen eigenen Blog.

Gegen 07:30 kam es zwischen HĂ€ubchen und mir (sie kam wegen meines Zimmerpartners ins Zimmer), zur AusspracheÂ ĂŒber die “Pflege” am Vortag.
Das Bett mit den Blutflecken wurde auch nie gemacht.
Mein Blutdruck ist sehr tief und steigt selten ĂŒber 100.
HĂ€ubchen schaffte es in zwei Minuten, meinen Blutdruck auf ca. 140 zu bringen und das ganz ohne Kaffee, neuer Rekord.
Ich durfte mir mehrfach anhören, dass auch Behinderte Danke und Bitte sagen können!
Das mir…, muss ich LuftsprĂŒnge machen, wenn man um 11:00 aus dem Bett darf?

Zwei Minuten nach dem kleinen Disput kam mein PflegemĂ€del. Sie erzĂ€hlte mir, dass sie von Anfang an einen Verdacht hatte, dass ich im Krankenhaus meinem Spaß hĂ€tte.
Sie arbeitete in diesem KH und kannte HĂ€ubchen mit ihrer netten Art.
Die Dusche funktioniert, wenn man will und es gab auch warmes Wasser.  Danke an Vesna.  Auf wundersame Weise war nach meinem Badezimmeraufenthalt mein Bett plötzlich frisch ĂŒbergezogen. Jetzt völlig sinnlos!

Es war fĂŒr mich klar, dass ich diesen Bau schnellstmöglich verlasse. Ich besuchte das Ärztezimmer und hatte eine halbe Stunde spĂ€ter einen Termin.

12:30 Abgang, mit Duschstuhl und AntischnarchgerÀt.

Jetzt noch mal fĂŒr HĂ€ubchen persönlich:
Danke, dass ich diese Station verlassen durfte!!!

Den ganzen Stress fĂŒr 2 Untersuchungen und 2 GesprĂ€che zwischen 12:00 Uhr- 15:00 Uhr am 1.Tag und einer Nachbesprechung am 2. Tag.

HĂ€ubchen erinnerte mich sehr an den Pinguin aus dem Film: “Blues Brothers”

Neues vom Spocht

Donnerstag, 27. Mai 2010

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Bewegung aller Art ist trotz LĂ€hmung extrem wichtig. Meine morgendlichen 1 – 1,5 Stunden

Rollifahrer- Yoga im Bett

zeigen die ersten Erfolge.ZusÀtzlich noch ein bissi

Beintrainer,

Schwimmbad,

Handbike,

 

Physiotherapie (siehe Àlteren Beitrag)

und die nÀchsten

Paralympics

können kommen.

Über die Sportart bin ich mir noch nicht sicher,Ideen?
Nur mĂŒde werde ich schnell!

Hilfsmittel Tipps und Tricks VIII

Freitag, 2. April 2010

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Jeder, der mich vor meinem Unfall kannte mĂŒsste noch wissen,
dass ich ein recht passabler TĂ€nzer war.
Der Gedanke wÀre absurd gewesen, mir jemals eine

Tanzstange

fĂŒr meine vier WĂ€nden anzuschaffen,
sofern klassisches Ballett nicht zu meinen bevorzugten Tanzstilen gehörte.
Jetzt als PassivtÀnzer habe ich mir ein

Edelstahl- TanzgestÀnge

anfertigen und an der Wand montieren lassen.
Der Verwendungszweck dieser Stange ist allerdings ein anderer.
Ich stelle mich mit meinen

Rennrolli

neben mein

StehĂŒbungsgerĂ€t
(dies ist kein Rollstuhl)

und stĂŒtze mich mit meiner Tanzstange und Rutschbrett unter Mithilfe von ungenannten Freiwilligen Helfern hinĂŒber.
Jetzt wird festgeschnallt und ich

„Stehe wieder im Leben“.

Wie gut, dass ich nicht auf dem Bild bin, da sieht man meine Blautze wenigstens nicht. 

 

Physiotherapie I

Samstag, 28. November 2009

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Ich habe die persönliche Theorie, dass alle Physiotherapeuten/innen der:

„Loge der Roten KapuzentrĂ€ger“

angehören.
Diese Geheimloge wurde bereits im Mittelalter gegrĂŒndet.

Die Mitglieder haben damals schon erfolgreich die Schwarze Heilkunst in dunklen Kellerverliesen ausgeĂŒbt.

Heute sind die “TherapierĂ€ume” hell erleuchtet und wirken freundlich.

Die GerĂ€te erscheinen modern, erfĂŒllen jedoch den gleichen Zweck wie bereits vor 500 Jahren.

Die Therapeuten/innen besitzen heute noch das Geheimwissen, sich gegenseitig Botschaften ĂŒber den Körper der Patienten zu ĂŒbermitteln. Wie wĂ€re es ansonsten möglich, dass bei verschiedenen Physiotherapeuten/innen, aus den unterschiedlichsten BundeslĂ€ndern sofort, z.B. am RĂŒcken die schmerzhaftesten Stellen nur durch Handauflegen gefunden werden.

Dies ist meiner Erfahrung nach, nur durch peinlichst genaue Markierung möglich, die uns Laien verborgen bleibt.

Die Behauptung, Physiotherapeuten/innen frönen nur ihrer “Sadistischen Ader” ist haltlos.

Sollten bei den „Therapiesitzungen“ tatsĂ€chlich einmal Verletzungen auftreten, kommt sofort der:

Schweizer Notfallkoffer

zum Einsatz.

Dessen Inhalt bleibt uns auf ewig ein RĂ€sel.

Hier geht’s,…ÀÀh..fĂ€hrt man zur