Archiv für April 2011

Eigude Pranger XVII

Freitag, 29. April 2011

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Gestern mussten die Löcher in meinem Portemonnaie gefüllt werden, ich brauchte Geld!

Da Geldautomaten extrem tetraunfreundlich sind, mit meinen Fingern bekomme ich die Kohle nicht aus dem Ding heraus, ĂĽbernimmt dies glĂĽcklicherweise meine Frau.

Vor der Bank, Supermarkt und Bäckerei, ist kürzlich ein neuer großzügiger Parkplatz mit zusätzlich 4 Behindertenparkplätzen angelegt worden.

Ich habe mich erdreistet, mich auf einen dieser 4 Parkplätze zu stellen, obwohl ich im Auto sitzengeblieben bin und einen regulären Parkplatz hätte benutzen können.

Auf dem Behindertenparkplatz neben mir, stand so eine Poserkarre mit hochglanzpolierten Alufelgen.

Etwas ungewöhnlich fĂĽr uns FuĂźkranke, aber man weiĂź ja nie…

Da kam doch ein Mädel von Anfang 20 Jahren mit einem Einkaufswagen und fing an ihre Einkäufe im Kofferraum dieser Karre, -die überhaupt nicht zu ihr passte, einzuladen.

Ich sprach sie ganz freundlich an, dass ich “Das” gar nicht gut fände.

Darauf antwortete sie mir, dass sie auch dafĂĽr bezahle…
Dies interpretierte ich so, sie hätte keine Schwierigkeiten die Strafzettel zu Bezahlen.

Sollte man 35€ Parkuhren für übergroße Parkplätze einführen???

Ich sagte zu ihr, dass dies nicht der Sinn sei, und wir Rollifahrer den Platz zum Ein-und Aussteigen benötigten

Sie antwortete:

• Sie könne nicht einparken!

• Wir Männer könnten das nicht verstehen!

• Ihr Mann würde sie nicht mit dem Auto fahren lassen,

• nur zum Einkaufen!

Mein Kommentar:

Ăśben, ĂĽben, ĂĽben…

Atomausstieg zum Selbermachen

Donnerstag, 28. April 2011

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 4,6 Milliarden Hamster züchten.

So viele Nager mĂĽssten man halten, um ein AKW zu ersetzen. Jedes Tier hätte ein Pensum von vier Stunden täglich im Rad-Laufen zu absolvieren. Diese Erkenntnis ist dem britischen SchĂĽler Peter Ash zu verdanken – sowie seinem

Hamster Elvis

Der treibt mit seinem Rad einen Dynamo an (siehe Film), um Peters Handy aufzuladen. Sollte es kein Marketinggag sein, hat Elvis mindestens die 1,3 Watt Leistung eines Ladegeräts ertrabt.

Das können wir Rollifahrer auch:

Wir drehen auch den ganzen Tag am Rad.

Sollten wir nicht dem Vorbild des Hamsters folgen, auch einen Generator an den Rolli montieren und den errollten Strom ins Netz einspeisen?

Wenn wir Rollifahrer gemeinsam am Rad drehen, würden auch wir tagtäglich etwas für die Umwelt tun!

Wie wäre es mit diesem Slogan:

Handicap-Strom, aus garantiert barrierefreien Anbau! 

OK, jetzt ist es soweit, ihr dĂĽrft mich Zwangseiweisen.

Hier geht’s,…ääh..fährt man zur

Hilfsmittel Tipps und Tricks XXXV

Mittwoch, 27. April 2011

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Mein täglicher Verbrauch verschiedenster Tabletten, gegen alles und jeden, die teilweise in ihrer Form schon fast an Zäpfchen erinnern, sind zusammen genommen eine vollständige Mahlzeit.

Ich genieße diese Teile mittlerweile wie Gummibärchen.

Die Farben sind toll, aber am Geschmack mĂĽsste die Industrie noch ein bisschen arbeiten.

Michelin-Sterne für das leckerste Dope, das wäre doch mal was.

Nach dem Motto :
Geteiltes Leid, ist halbes Leid , dĂĽrfen manche Tabletten halbiert und geviertelt werden.
Das wöchentliche Tablettenzerstören übernimmt für mich glücklicher Weise meine Frau.

Würde ich dies alleine versuchen, wäre ich wahrscheinlich schon vor lauter, oder auch leiser Verzweiflung, ins Licht gefahren (Selbstmord begangen).

Ich habe einen

Tablettenteiler Typ:  Pro Klarsicht

gefunden, der tatsächlich funktioniert und einen zusätzlichen Schutz an der Klinge hat.

Es ist kaum zu glauben, aber das Ding hat einen Preis ink. Versand unter 10 €uro!

Bezugsquellenanfrage wie immer bei mir unter rollinator@eigude.de .

Klickt doch mal bei Tags auf Tabletten.

Hilfsmittel Tipps und Tricks XXXIV

Dienstag, 26. April 2011

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Die Entwicklung dieses Hilfsmittels führe ich ausschließlich auf den übermäßigen Konsum feinster, qualitativ hochwertigster Medikamente zurück.
Anders ist dieser Sonderbau fĂĽr mich im nach hinein kaum noch zu Rechtfertigen.
Mit dieser um den Rolli herum festgurtbaren

Thermo-Transportbox

könnte ich jetzt vielleicht einen 400€ Job als Pizzafahrer bekommen.

In der Box bleibt nicht nur die Pizza heiĂź, sondern alternativ auch das Bier kalt.

Frohe Ostern und viel SpaĂź beim Eier suchen!

Sonntag, 24. April 2011

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Da hat sich doch so ein

Lila Schmunzelhase

im Regal bei den “Goldenenen Osterhäschen” eingeschlichen.

Grenzgänger gibt es ĂĽberall, was der da wohl  vor hat…und was da dann heraus kommt???

Bremskeil Part VII

Donnerstag, 21. April 2011

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Ich freue mich über jeden freien Behindertenparkplatz, besonders dann, wenn dieser auch noch recht breit und möglichst nicht an einer viel befahrenen Straße ist.
Seht euch diesen lobenswerten

 Behindertenparkplatz

im Hof eines Motoradzubehörgeschäftes an.
Da hat sich jemand einmal richtig Gedanken gemacht.
Er ist vermutlich extra mit

Spezialverbundsteinen

fĂĽr Rollstuhlfahrer gepflastert, damit einem beim Aussteigen aus dem Auto der Rolli nicht wegrollt.

Der kleine Haken daran ist nur, dass in dem Moment wenn man nach dem Aussteigen im Rolli sitzt, man ĂĽberhaupt nicht mehr rollt, weil die Rolliräder perfekt in den Fugen der Verbundsteine “stehen”.

Solche  Wegfahrsperren  find ich so richtig gut!!!

Hilfsmittel Tipps und Tricks XXXIII

Dienstag, 12. April 2011

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Ein sehr bekanntes Rollifahrerhotel ist das

“Mar y Sol”

auf Teneriffa.
Alles barrierefrei, 2 Pools mit Hebeanlage, ein angegliedertes Sanitätshaus, und, und, und…

Alles super, bis auf ein Kleinigkeit:
Teneriffa ist eine Vulkaninsel und das Hotel ist oben am Hang, na toll!
So mancher Paralympic- Teilnehmer kann diesen Berg vielleicht alleine erzwingen, ich aber nie und nimmer.

Viele Hotelgäste bringen ihren eigenen E-Rolli aus Deutschland mit, die oft Opfer der Fluggesellschaften werden, oder mieten sich für den Urlaub einen Scooter.
Ich bekam einmal den Tipp, wenn ich unten am Strand sei und wolle wieder hoch zum Hotel, solle ich auf den nächsten E-Rollifahrer warten und mich an ihn hinten daran hängen!

Na ja, ich habe mir keinen Scooter, sondern bereits zum zweiten Mal, ein Rollstuhlzuggerät gemietet.

Im Oktober 2010 berichtete ich bereits über meine positiven Erfahrungen mit diesem Zuggerät Typ:

Minitrac

(siehe älteren Beitrag).

Zufällig hat man mir in Teneriffa einen Trac in “Schwarz”, auch noch passend zu meinem Rolli zum Kauf angeboten.

Ich konnte nicht mehr widerstehen und erwarb mein ca. 10 Jahre altes, neues Spielzeug.

Der “Reimport” des einst in Deutschland gefertigten Minitrac’s von Spanien gestaltete sich ein wenig schwierig.
Am Check-In am Flughafen in Teneriffa, riss mir ein leicht panischer Fluggast gleich das Lenkgestänge ab. Das Teil war ziemlich hinüber.

In Frankfurt war dann noch mein eigener Rolli beschädigt, so dass ich nicht mehr selbst fahren konnte, weil das Rad an der Bremse schleifte.

Mit dem ganzen Gepäck und einer etwas überforderten Dame vom Fraport- Behinderten-Hilfeservice war das Chaos dann perfekt.

Ohne der Hilfe meiner Frau, wĂĽrde ich wahrscheinlich immer noch im Terminal I herumstehen.

Nach der ersten Instandsetzung des Lenkgestänges am Minitrac und einem Satz neuer Akkus wurden die ersten Fahrten in Frankfurt gemacht.

Dieses Teil fährt nur 6 km/h, benötigt daher kein Nummernschild und hat auch keine Auflagen vom TĂśV…
Da fallen mir so ein paar Ideen ein, was man da so alles verändern könnte. :-)
Lasst euch mal ĂĽberraschen.

Hilfsmittel Tipps und Tricks XXXII

Mittwoch, 6. April 2011

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Wenn man wie ich mit einem Finger tippt, bleibt so mancher Tipp, mangels Tippen auf der Strecke. Aber man redet ja auch miteinander!

Wenn Ideen Mitstreitern helfen, sie dann diese Tipps auch in anderen Medien veröffentlichen, sprich für mich tippen, nehme ich mir die Freiheit heraus, mache es wie Gutenberg und schreib ab:

Viele Tipps erhält man auf Teneriffa im Kurhotel Mar y Sol von anderen Betroffenen. Steffen (Pseudonym für Rollinator), auch Rollstuhlfahrer, brachte mich auf ein tolles Hilfsmittel:

Sowohl mein Rollstuhl, als auch mein Treppenlift haben scharfe Kanten, an denen ich mir schon mal die Hacken verletze.

Hinzu kommt, dass nachts meine Beine spastisch anwinkeln und so der FuĂź mit der Hacke fest ĂĽber das Laken reibt.

Folge davon ist ein Dekubitus an der Hacke.

Zwar gibt es hier spezielle Polster, die mittels Klettband angebracht werden, allerdings nützte das bei mir nichts. Durch die heftige Beintätigkeit ist das Polster am nächsten Morgen leider nicht mehr dort, wo es sein sollte. Steffen empfahl mir einen

Frotteeschlauchverband

(Nobafrott PZN 7094346), der in der Regel nicht verrutscht und zur Abheilung des Dekubitus gefĂĽhrt hat.

Recht gĂĽnstig habe ich den Verband bei der HAD-Apotheke (vitaware.de) fĂĽr 85,09 Euro gekauft. Die Länge des Verbandes sollte man groĂźzĂĽgig bemessen – kann von den 5 m abgeschnitten werden.

Quelle: Olaf

Neue Bezugquelle, stand 10.201 Preis 26,15 € ohne Versandt:  http://www.mein-nutri.de/Nobafrott-Polsterschlauch-5mx8cm-1-ST-PZN-7094346-PZN-07094346

Wenn ich eine Nacht mit den Söckchen schlafe,  habe ich morgens keine geschwollenen Füße mehr.

Die Benutzung des Schlauchverbandes sollte wegen möglicher Thrombosegefahr oder Kreislaufproblemen erst mit dem Arzt besprochen werden!
Wir wollen niemandem Schaden und ĂĽbernehmen keinerlei Haftung.

Das Foto mit den gekreuzten Söckchen, erinnert ein wenig an eine Piratenfahne, “Maus Ahoj”!