Archiv für September 2011

Bremskeil Part X

Donnerstag, 29. September 2011

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Meister Geppettos Orthopädiewerkstatt

Krankenhaus-Fluchtziel : Freitag

Mittlerweile hat sich mein Krankenhausaufenthalt zum

Extreme-Orthesen-Testing

ausgeweitet.
Modell eins, der “Blaue L√∂wopard” (siehe √§lteren Beitrag Bremskeil IX), hatte ein sehr bewegtes Leben. Nach ein paar Schmusestunden in der ersten Nacht k√ľndigte meine Ferse der Orthese die Freundschaft. Ein Bild der Ferse erspare ich besser.

Der “Blaue L√∂wopard¬†” wurde vorerst eine Woche auf dem Stuhl gegen√ľber meines Bettes dauergeparkt.
Als √úbergangsl√∂sung bis “Leo” nur fertig gepolstert w√§re, bekam ich Orthese zwei, den

Schwarzen Ritter

Nachdem der Chefarzt pers√∂nlich die Orthese wieder zur√ľck in die Orthop√§diewerkstatt zu Meister Geppetto brachte, war sie erst einmal acht Tage weg.

Am Montag, trotz morgendlichen Anrufs eines Artztes und m√ľndlicher Zusage, wartete ich erfolglos¬†auf Meister Geppetto.

Dienstag ¬†Mittag kam Meister Geppetto mit Orthese “Leo” gepolstert und gespreitzt unter dem Arm zu mir ins Zimmer. Nach dem Anpassen meinte er, man m√ľsse sie nochmals nacharbeiten.¬†¬†Sie sei noch ein bisschen eng (wie wahr!), versprach mir aber Nachmittags nochmals zu kommen. Geppetto kam nicht wirklich… Ein Satz mit X, wieder nix!

Mittwoch Morgen das selbe Spiel. Auf Anfrage meines Arztes, wo Gepetto am Vortag denn gewesen sei, hieß es er habe an der Orthese gearbeitet und er käme am Tage. Wann???

Diesmal rief ich persönlich an und fragte, wann er käme. Oh Wunder, Geppetto kam mit Verstärkung und einem Unterteil einer erheblich breiteren einmal gepolsterten Orthese. Im ersen Moment dachte ich, er hätte den Blauen Löwopard umlackiert.
Das Teil war weiß.
Weit gefehlt, Orthese drei, Modell der

Weiße Schneeleopard

Geppetto versprach mir unbedingt Nachmittags mit dem dann doppelt gepolsterten Unterteil vorbeizukommen, damit ich dieses Nachts ausprobieren k√∂nne. Das Oberteil w√ľrde er am n√§chsten Tag “Schnitzen”.
Ich wusste, dass er gegen 18:00 Uhr die Werkstatt schließt und rief ihn um 17:40 Uhr telefonisch an. Ich sprach mit Angelo, der mir berichtete, Geppetto sei außer Haus, vermutlich auf dem Wege zu mir.
Dies war nicht der Fall. Beim zweiten Anruf von mir, sagte der Meister zu mir, er hätte etwas anderes gemacht, käme aber am nächsten Tag mit der fertigen Orthese um 11:00 Uhr.

Ich rief am Donnerstag um  11:00 Uhr an, Vertröstung auf 13:00 Uhr. Meister Geppetto kam tatsächlich mit der vermeintlich fertigen

Schneeleopard-Orthese

Er stellte¬†beim Anlegen an meinem Bein fest, dass man das Oberteil noch ein bisschen anpassen m√ľsse, dies sei aber schnell gemacht, er k√§me gleich wieder. Der Meister war bereits 40 Minuten sp√§ter zur√ľck. Geppetto stellte fest, dass die gesamte Orthese noch ein wenig Finetuning ben√∂tigte, dies sei aber in ungef√§r 1/2 Stunde erledigt, wenn nichts dazwischen k√§me und dampfte ab. Dies war um 14:00 Uhr. Mal abwarten ob mein Bruch vollends verheilt ist, bis ich Meister Geppetto das n√§chste mal sehe…

Und die Moral von der Geschicht:

Ich wei√ü jetzt, woher Pinocchio das “Lange-Nase-Gen” hat.

Das nächste Mal schnitze ich mir meine Hilfsmittel wieder selber!

Crazy Flash Part IX

Dienstag, 27. September 2011

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Es wird immer wieder behauptet, dass Frauen nicht “Einparken” k√∂nnten und M√§nner die Butter im K√ľhlschrank nicht “F√§nden”!!!

Diese Theorie lasse ich unkommentiert.

Nach Jahren intensiver Beobachtung menschlicher Verhaltensweisen bin ich zu dem statistisch, wissenschaftlich belegbaren ¬†Ergebnis gekommen, dass Frauen √ľberwiegend das Bed√ľrfnis nach Sekt und Wein versp√ľren, wobei M√§nner egal aus welchen Landesteilen sie kommen,¬†den Verlockungen eines Weizenbiers nicht widerstehen k√∂nnen.

Die optische Gleichheit eines

Weizenbierglas, mit einem Y-Chromosom

 

ist frappierend.
Diese These untermauere ich außerdem glasklar mit der Tatsache, dass Wein-und Sektgläser eher einem X-Chromosom ähneln.
Diese evolutionäre Assoziation ist mehr als auffällig.

Mit dieser unumst√∂√ülichen Tatsache, strebe ich¬†eine ¬†Erw√§hnung beim “K√∂niglich-Wissenschaftlichen-Instituts” ¬†in Stockholm an!

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Bremskeil Part IX

Montag, 26. September 2011

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Bin zwar noch im Krankenhaus, aber wieder bedingt online. Wenn alles klappt, werde ich diese Woche noch den Fluchtplan durchf√ľhren ;-)

Dar√ľber, dass der Schienbeinbruch auf konventionelle Art behandelt wird, sprich keine zus√§tzlichen Schrauben, N√§gel ¬†oder andere angebliche ¬†”Titanteile” ¬†in meinem K√∂rper verbaut werden, bin ich doch recht froh.
Mit meinem¬†Schraubensortiment ¬†im Nacken und der Medikamentenpumpe im Bauch, mit Schlauch und Nadel im ¬†R√ľcken, f√ľhle ich mich sowieso schon ein bisschen wie “Seven of¬† Nine” von Star Trek.
Die √ľbliche Behandlung eines Beinbruchs ist einfach, ein Gips von der ¬†Zehe bis zum Wohlf√ľhlbereich, sechs Wochen warten und mal schauen, was passiert ist.
Als Rollifahrer ist die Gesamtsituation ein bisschen blöd und ein Tagesablauf mit komplett eingegipstem Bein kaum vorstellbar.
Grundliegend benötigt man einen anderen Rolli, bei dem man das Bein auch strecken kann, damit dieses nicht anschwillt.
Beim Gedanken an einen anderen Rolli, bekomme ich jetzt schon Zahnschmerzen.
Mit ausgestrecktem Bein passe ich kaum auf meinen Treppenlifter, um im ersten Stock in die Wohnung zu kommen, Umsetzen ins Bett, und, und, und…
Man hat sich entschieden, mir eine Orthese anzupassen. Hierbei wird ein Gipsabdruck vom Bein gemacht und Plastikschienen, Modell “Lauf, Forest Lauf”, angefertigt. Da diese nur bis zum Knie reicht, kann man das Bein trotz allem anwinkeln. Sie muss “nur” noch gepolstert werden, aber ich stelle¬†sie schon einmal vor, der

Blauer Löwopard

Ok, mit der Optik von “Seven of Nine” kann ich nicht ganz mithalten!

Eine Frechheit, da wollte mir doch als Frankfurter, so ein Gipsbeinspachtler einen Offenbach-Fußball-Verein-Aufkleber innen in die Orthese reinkleben.

Bin bis Ende des Monats auf Hilfsmittel-Selftest im Krankenhaus!

Dienstag, 6. September 2011

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Hätte ich mir doch eine andere Verletzung als einen Schienbeinbruchs ausgesucht!

 


If I just had picked another injury than a broken leg!

 

Designer-Behindertenparkplatz

Dienstag, 6. September 2011

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Bei mir manifestiert (schönes Fremdwort), sich langsam die Meinung, dass die Behindertenparkplatzplaner stärkere Tabletten nehmen als ich selbst, was durchaus eine Leistung wäre.

Ein großer Elektrofachmarkt mit dem orangenen Planeten hat in Frankfurt einen mehr als erwähnenswerten Behindertenparkplatz in seiner Tiefgarage.

Man folgt der durchaus guten Beschilderung immer im Kreis herum in die Tiefe zum untersten Parkdeck, was mich durchaus an den Roman “Reise zum Mittelpunkt der Erde” von Jule Verne erinnerte.

√úber eine eventuelle Evakuierung seines Rollstuhls, braucht man sich keine Gedanken zu machen, da man dort unten sowieso das einzig menschliche Wesen ist und die Rampe zum rettenden Aufzug, wegen ihrer Steilheit¬†von vielen Rollifahrern sowieso nicht erklommen werden kann. Die Autoeinfahrt hinaufzufahren, w√§re nat√ľrlich f√ľr jeden Paralympicteilnehmer keine Schwierigkeit.

Beim nächsten Mal werde ich mich vorsichtshalber mit genug Wasser und Lebensmitteln eindecken.

Es ist zwar durchaus richtig, dass ein Rollifahrer sitzend kaum die 150cm erreicht, dies hat aber wenig mit der H√∂he unserer PKW’s zu tun, die wir fahren.

Porsche, Ferrari und Maserati Cabriolets sind als Rollstuhlfahrer eher die selteneren Handgas-Autos, sofern man nicht gerade ein BG- Patient ist.

Man hat zwar ein komplettes Parkdeck zum Abstellen seines Fahrzeuges zur Verf√ľgung, aber eingezeichnet ist ein Behindertenparkplatz mit einer partiellen Deckenh√∂he von nur ca. 1,60cm.

Fazit:

Der Besuch der Tiefgarage ist aufgrund ihres Ambientes durchaus reizvoll. Man sollt aber davon absehen, wenn man den Markt alleine als Rollstuhlfahrer wirklich “betreten” m√∂chte.

Sehr lobenswert ist das Behindertensymbol, dass in seinem Design eine gewisse Freundlichkeit ausstrahlt.

Rollituning Part XXVI

Montag, 5. September 2011

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Besonders bei der derzeitigen regnerischen Wetterlage sollte die Wartung des Rollis nicht vernachlässigt werden.

Die Raufräder werden nass und die Achsen könnten rosten. Man sollte meiner Meinung nach, spätestens alle 4 Wochen die Raufräder vom Rolli entfernen. Die Achsen mit einem Lappen reinigen und dann mit Kettenfett oder Maschinenöl abschmieren.

Wenn man dies¬†nicht regelm√§√üig¬†erledigt,¬†k√∂nnten die Achsen trockenlaufen.¬†Wenn diese “fettfrei” sind, kann sich auf den

 Achsen Flugrost

bilden, der sich dann so dermaßen festsetzt, dass man unter Umständen die Räder kaum mehr vom Rolli trennen kann.

Wenn sich bereits dieser dunkelbrauner Belag auf den Achsen befinden, sollte dieser sofort von den Achsen entfernt werden, ansonsten könnte es beim nächsten Aufstecken oder Abziehen am Rolli, zu größten Schwierigkeiten kommen.

Der dunkelbraune Belag l√§sst sich mit einem Messer, Drahtb√ľrste,¬†oder am besten Schmirgelpapier entfernen.

Wenn die Achses wieder blank sind, diese neu √Ėlen oder Fetten und der Rolli ist wieder fit.

Wie man auf dem Bild sehen ist dies auch schon mir passiert!

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Coole Sache !!!

Donnerstag, 1. September 2011

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Alpen- Biblis

Der Atomausstieg ist beschlossen, wir alle m√ľssen Energie sparen.

Inovative Ideen sind gefragt!!!

Die Allg√§uer K√ľhe “gehen” mit besten Beispiel voran.

Genial einfach, ein solarbetriebener Weidezaun. Hoffentlich hat sich der Erfinder dies bereits patentieren lassen.

¬†Wir danken einer gro√üen Getr√§nkefirma f√ľr die gro√üz√ľgige Spende von Spezialgeh√§usen und halbautomatischen Transportfahrzeugen.

Die Firma P. ist ernsthaft im Bereich Solarenergie aktiv.

Hier geht’s,…√§√§h..f√§hrt man zur