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Eigude Pranger XVI

Freitag, 8. Juni 2012

Startseitedes Eigude Blog

Gestern wollte ich mir meiner Frau nach langer Zeit wieder einmal einen Film im Kino ansehen.

Die Sitzplatzreservierung gestaltete sich etwas schwierig, da dies nur online m√∂glich war und man den “Einen” Rollifahrer-Stellplatz zwar anklicken konnte, es passierte aber ansonsten nichts.

Ich versuchte mehrfach im Kino anzurufen und lernte, dass nach ca. 30 maligen klingeln man von der Telefonanlage herausgekegelt wird.

Wir reservierten die zwei Sitzplätze neben dem Rollifahrerplatz (optisch waren die Plätze nebeneinander) und fuhren mit dem Auto zum Kino.

Zu meiner √úberraschung waren am Hinterausgang tats√§chlich alle zwei Behindertenparkpl√§tze frei, wobei auf dem einen zwei Fu√üg√§nger mit reichlich Werkzeug standen, die mir aber sofort Platz zum “Einparken” machten.

Ich drehte mein Auto in einer Einbahnstra√üe und parkte verkehrt herum, da das Aussteigen f√ľr mich trotz Hilfe an der B√ľrgersteigseite kaum m√∂glich ist und mein Rollstuhlverladesystem dort schlecht funktioniert.
Hierf√ľr habe ich ein zus√§tzliches “Ausweisk√§rtchen” gebastelt, damit mir unsere Freunde und Helfer hoffentlich keinen neuen Parkplatz suchen.

In der Zwischenzeit kam auch ein Leih-Kleinbus, stellte sich auf den anderen Behindertenparkplatz, und die zwei Burschen verstauten ihr Werkzeug. Ich sagte nichts, das Einladen konnte ja nicht lange dauern.

An der Kinokasse erkl√§rte man mir, dass man den Rolliplatz auch online buchen k√∂nne, das w√ľrde aber manchmal nicht funktionieren. Na toll…!!
Nun gut, wir mussten nur eine Kinokarte bezahlen und der Rolliplatz war auch noch frei.

Auf halber Höhe im Kino, kein direkter Vordermann, das war doch mal was.
Die Sitznummern waren etwas eigenartig, Sitz 13 und Sitz 91, das w√ľrde aber stimmen.

Da hat sich ein Bauingenieur selbst √ľbertroffen. Hier wurde vermutlich nach neusten Vorgaben der EU zur Inklusion (Gleichstellung von Behinderten und nicht Behinderten) gebaut. Genial, eine eigene

Rollstuhlfahrer Wartezone im Kino.

Lobenswert, das Nottelefon an der Wand und der gro√üz√ľgige Stellplatz direkt neben einem Notausgang.

Man beachte die extra hochgezogene

 Antiknutschmauer,

die auch unerw√ľnschte Gespr√§che w√§hrend des Films mit der Begleitung rigoros unterbindet.

Einem romantischen Kinobesuch stand eigentlich nur eine Wand im Wege.

Der Film war spitze, da gab es sogar ein Rollstuhlfahrer.
Er spielte in einen Land, in dem traditionell gebratene, amputierte, Amphibien-Sprung-Gliedmaßen verspeist werden*.

Als ich wieder am Auto war, ärgerte ich mich ein bisschen, dass der Kleinbus immer noch auf dem zweiten Behindertenparkplatz stand.

Ich weiß, dass die Brandschutzvorschriften in einem Kino heftig sind, aber

DIE MAUER MUSS WEG!!!

Es ist mir immer noch ein wenig unklar, auf was ich in der Wartezone eigentlich warten sollte, da kam noch nicht einmal jemand mit Eiskonfekt.

*Frankreich, (Froschschenkel) ;-)

Nachtrag:

Habe heute am 11.06.12 den Kinobetreiber angeschrieben, siehe Kommentar!

Hier geht’s,…√§√§h..f√§hrt man zur
 

Bremskeil Part IIX

Montag, 25. Juli 2011

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Bei einem Platten am Rolli, ist ein

 Boxenstopp

unverzichtbar.

Dieser Rollifahrer hatte das Gl√ľck, dass er mit Makin’Track unterwegs war.

Dave¬†ist “Makin Track” und¬†kommt aus Wales. Er hat einen Bus f√ľr 5 Rollstuhlfahrer und begleitet diese dann au√üer in England, auch europaweit am Urlaubsort. Er f√§hrt mit dem Bus und dem ganzen Equipment voraus, und der Gast f√§hrt mit ihm, oder fliegt ganz entspannt zum Urlaubsort. Dort ist man dann voll und n√ľchtern mobil.

Er hatte in rekordverd√§chtiger Zeit, die durchaus der Formel 1 w√ľrdig gewesen w√§re, den Reifen wieder instandgesetzt.

Dies war in Kreta, sein nächster Auftrag war nicht so weit  weg, in der Schweiz.

Wo sind die 70.000 Arbeiter am Flughafen Frankfurt???

Donnerstag, 30. Juni 2011

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Langes “M√§rchen”, aber lesenswert!!!

Ich bin am Samstag √ľberp√ľnktlich um 22:30 aus Chania (Kreta) in Frankfurt gelandet.

Warum manche Leute nach der Landung “Klatschen”, werde ich niemals verstehen. Bei mir hat nie jemand geklatscht, wenn ich meine Arbeit vern√ľnftig gemacht habe. Nun gut…

Das Flugzeug stand auf einer Außenposition, ich hatte wie immer einen schönen Fensterplatz und sah ganz entspannt den vollgestressten Fußgängern beim Verlassen des Fliegers zu.

Als Rollifahrer hat man nach der Landung das Privileg des letzten Fluggastes.

Der Flugkapit√§n hatte nach eigener Aussage bereits mehrfach den Spezialbus mit Hebeb√ľhne und nach entsprechenden Mitarbeitern beim Bodenpersonal ¬†angefragt, damit auch ich den Flieger verlassen kann.

Da kam aber niemand!!!

Teile der  Crew und Pilot leistete mir noch etwas Gesellschaft, was ihnen sichtlich Spaß machte. Das ungeschriebene Gesetz, der Kapitän verlässt als letzter das das Schiff, wird bei Condor noch hochgehalten.

Irgendwann kam dann doch jemand vom Bodenpersonal und fragte mich ernsthaft, ob ich laufen k√∂nne. Er stellte treffend fest, dass er mir alleine nicht helfen k√∂nne. Erkenntnis des Abends…

W√§hrend des Wartens auf den “Hebebus”, das Gep√§ck wurde entladen, bat ich einen Mitarbeiter der Crew nachzusehen ob mein Rolli und mein Rollstuhlzugger√§t Minitrac auf dem Flugfeld bereit stehen und hoffentlich “nicht” auf die Kofferwagen verladen werden.

Er sagte, dies sei der Fall, die Teile w√ľrden unten stehen. Uff…

Gegen 23:10 kam endlich der Hebebus, ich verließ das Flugzeug mithilfe von 2 kräftigen Jungs und dem von mir so geliebten Flugzeugtransitrollstuhl, den Flieger.

Danach half man mir in meinen Rolli, der im Vergleich zu meinem Minitrac gl√ľcklicherweise noch da war.

Na gut, dann m√ľssen wir eben den Minitrac beim Sperrgep√§ck abholen.

Mit dem Bus ging es dann nicht wie √ľblich zum FraCareService (Behindertenservice Flughafen), da diese Bereich um diese Zeit bereits geschlossen war, sondern zu einem andern Eingang.

Dort erwartete mich freundlich eine Mitarbeiterin von FraCare.

Sie sagte, unser Gep√§ck sei im Neubau C und wir m√ľssten erst mal sehen, wie wir zu dieser Zeit noch dahin k√§men, da man verschiedene Aufz√ľge nicht mehr benutzen k√∂nne.

Sie benutzte ihr Telefon quasi als GPS und f√ľhrte uns sicher wie ein Buschman in der W√ľste durch irgendwelche Flure des Geb√§udes.

Als wir letztendlich am Kofferband ankamen, mussten wir unser Gepäck nicht lange suchen, unsere 3 Taschen drehten Runde um Runde.

Der gesamte Gepäckbereich war fast menschenleer, da war noch nicht einmal ein Kofferdieb dabei.

Mein Minitrac

stand mit seinen 65 Kg leicht zerlegt, in einer Plastikkiste auf dem Sperrgepäckband!

Meine Frau baute den Minitrac erst einmal wieder zusammen.

Es ist kaum zu glauben, aber um 23:44 war am Frankfurter Flughafen niemand Zuständiger da, oder telefonisch erreichbar, der mein Kistchen vom Sperrgepäckband hätte heben können.

Mittlerweile waren auch die letzten Fluggäste weg, die man hätte Fragen können.

Letztendlich hat meine Frau mit 2 Männern die ich nur Mister X und Y nenne, meinen Minitrac vom Sperrgepäckband gezaubert. Ich möchte an dieser Stelle, ihnen und der Mitarbeiterin von FraCare nochmals danken

Das Terminal verließ ich um 23:55!!!

Mein bestellter Fahrdienst war netter vor dem Terminal auffindbar.

Ich habe diese “M√§rchengeschichte” in leicht ge√§nderter Form mit der Bitte um Stellungnahme an die Fraport, den Betreiber des Flughafen geschickt. Ich halte euch auf dem “laufenden”.

Zu meiner Schande muß ich gestehen, dass ich bis zu meinem Unfall 9 Jahre am Flughafen arbeitete.

Hilfsmittel Tipps und Tricks XXXIV

Dienstag, 26. April 2011

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Die Entwicklung dieses Hilfsmittels f√ľhre ich ausschlie√ülich auf den √ľberm√§√üigen Konsum feinster, qualitativ hochwertigster Medikamente zur√ľck.
Anders ist dieser Sonderbau f√ľr mich im nach hinein kaum noch zu Rechtfertigen.
Mit dieser um den Rolli herum festgurtbaren

Thermo-Transportbox

k√∂nnte ich jetzt vielleicht einen 400‚ā¨ Job als Pizzafahrer bekommen.

In der Box bleibt nicht nur die Pizza heiß, sondern alternativ auch das Bier kalt.

Hilfsmittel Tipps und Tricks II

Donnerstag, 17. Dezember 2009

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Der Transport von Gegenständen aller Art ist uns Rollifahrern ein Gräuel, besonders wenn sie rund sind!
Oberschenkel sind gänzlich ungeeignet zur Beförderung von Kernobst.
Die hohe deutsche Ingenieurskunst hat sie nach jahrelanger Forschung herausgebracht:

Die Pflaumentransportbox f√ľr Rollifahrer

dscf0093b

Die √Ąhnlichkeit mit einem Eierkarton t√§uscht!

Hier geht’s,…√§√§h..f√§hrt man zur