Artikel-Tags: „Aufzug“

Hilfsmittel Tipps und Tricks XLVII

Montag, 16. Januar 2012

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Letztens war ich beim Konzert¬†der “Blues Brothers” in der Jahrhunderthalle Frankfurt!

Diese Veranstaltungshalle wurde 1960 gebaut. Damals schon hatte man sich bereits √ľber die Barrierefreiheit des Hauses umfangreiche Gedanken gemacht. Um als Rollifahrer vom Foyer nach oben in den Saal zu kommen, steht nach einer kleinen Besichtigungstour mit dem diensthabenden Sanit√§ter des “Roten Kreuzes” durch Bereiche der Haustechnik ein ansprechender, gro√üz√ľgiger Lastenaufzug mit dem “Roten Liftboy” zur Verf√ľgung.
Der Behindertenservice des Roten Kreuzes ist topp!!!

In der Pause wollte ich hinunter ins Foyer. Da stand er plötzlich vor mir.
Jeder kennt ihn, der Klassiker unter den Rollst√ľhlen, das altehrw√ľrdige

Eisenschwein

oder auch AOK Einkaufswagen genannt. Die 2 Aufkleber :

Ich bin Energiesparer ! und Wer wird denn gleich in die Luft gehen!

lassen ein ungef√§hres Alter des Rollstuhles erahnen (in den 1970ern wurde wegen der √Ėlkrise zum Energiesparen aufgerufen). Vom Sanit√§ter kam daraufhin die Anmerkung, dass das mit dem Energiesparen ja zutr√§fe, da er ja schieben w√ľrde. Es k√∂nnte allerdings recht schwierig werden,¬†mit¬†dem Rolli in die Luft zu “gehen” ¬†;-)
Vom¬†Sanit√§ter wurde weiterhin¬†die ausgezeichnete Offroadtauglichkeit des Eisenschweins beim Einsatz, bei der Fahrt √ľber den Parkplatz zum Rettungswagen positiv erw√§hnt.

Ich gebe ja durchaus zu, dass ich ein wenig grinsen musste, dass sich die Stadt Frankfurt nicht einmal einen neueren Rettungsrolli leisten kann, aber dieser Oldtimer ist noch gute alte Wertarbeit und wird regelmäßig gewartet, wie man an den neuen Mänteln erkennen kann.

Ich bin gespannt, wie viel Jahre ich diesen Rollstuhlklassiker noch treffen werde!!!

Eigude-Pranger XVIII

Mittwoch, 20. Juli 2011

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Heute ein paar inovative Ideen, meiner Stadt Frankfurt am Main!!!

Gullydeckel

werden netter Weise im Stra√üenbau immer, mit den “Schlitzen” in Fahrtrichtung¬†des Weges¬†eingebaut. In diesem Fall, damit der Rollifahrer mit den Vorderr√§dern in die Schlitze hinein fahren kann und dann nicht wegrollt, wenn er auf den Aufzug wartet.¬† Leider wurde vergessen, den “Wartegully” zu Beleuchten, wird aber bestimmt in den n√§chsten Tagen realisiert.

 

Wir Rollifahrer freuen sich √ľber jedes St√ľckchen Kopfsteinpflaster. Es¬†ist f√ľr¬†uns besser als manche Medikamente. Das Geholper f√∂rdert hervorragend die Verdauung.

Besonders lobenswert ist daher auch dieser

“Neue Behindertenparkplatz”

Er wurde nach neusten Erkenntnissen im Handicapbereich konzeptioniert. Man beachte die wahrscheinlich extra nicht geschlossenen Fugen zwischen den Steinen, damit der Rolli beim Aussteigen nicht wegrollt . Nach dem Aussteigen, bleibt man “sicher” neben dem Auto “shen”. Die unteschiedlichen H√∂hen der Steine erleichtert den Auto- Bodentransfer, da der Rolli ergonomisch auf 3 R√§dern steht. Besonders lobenswert ist, dass die Bordsteinkanten weder zur Stra√üe, noch zum B√ľrgersteig¬†bodengleich sind, damit das Bordsteinspringen ge√ľbt¬† werden kann.

Die Breite der Fugen haben exakt die Breite der Rollir√§der, da hat sich jemand richtig M√ľhe gegeben.

Danke “Stra√üenverkehrsamt Frankfurt”, ich bin stolz auf euch!!!¬†

Eigude-Pranger XVII

Mittwoch, 13. Juli 2011

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Ich habe den Verdacht, dass Bauingenieure ihre Planungen nur aus dem Grund auf engsten Raum komprimieren, nicht weil der Baugrund so teuer ist, sondern weil sie ansonsten ein zweites Blatt Papier ausdrucken m√ľssten!

Jeder kennt es, wenn er einen Brief auf dem PC schreibt, da versucht man ja auch,  wenn der Text nicht mehr auf eine Seite passt, mit kleineren Zeilenabstand und Schriftgröße alles noch auf eine Seite zu knäulen.

Im Gebäude in der Nachbarschaft wurde in der Rekordzeit von 2 Jahren ein Fluchttreppenhaus mit neuen Eingangsbereich gebaut.

Man hat sich sehr viel M√ľhe gegeben, dass sich die Bewohner in den Nachbarh√§usern sich noch Jahre an diesen Umbau erinnern.

Ich war sehr positiv √ľberrascht, dass an der Seite des Eingangs ein kleiner

Au√üenaufzug f√ľr Rollifahrer

gebaut wurde. Super Sache, da in diesem Gebäude auch viele alte, gebrechliche Personen Leben, die vielleicht in paar Jahren einen Rollstuhl benötigen.

√úber die eine Stufe links, durch die die M√ľllentsorgung f√ľr uns vom “Fahrenden Volk” etwas erschwert wird, springen wir einmal gro√üz√ľgig hinweg.

Mich betrifft es ja eigentlich nicht mehr, aber wie kann man nur so eine extrem

Steile Treppe

¬†bauen. Die Stufen sind sehr hoch und bestehen auch noch aus polierten Granitsteinen. Die Dame auf dem Bild hatte gr√∂√üte¬†Schwierigketen, bewaffnet mit ihrem Gehstock, den Eingang zu erklimmen.¬†Es w√§re mehr als genug Platz f√ľr den Treppenbau nach vorne gewesen, aber es war wie erw√§hnt, das Papier vermutlich zu klein .Derjenige, der f√ľr den Bau dieser Treppe verantwortlich ist, geh√∂rt wegen versuchter K√∂rperverletzung verklagt.

Nach dem ¬†n√§chsten Winter, “stehen” die Neurollifahrer, wegen eines Treppensturzes,¬†vor dem Au√üenaufzug wahrscheinlich Schlange!!